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Villa verleiht dem Turnier englischen Glanz
(hor). Hurra sie sind wieder da -- ungewöhnlich, aber wahr: Selten ist die Vorfreude auf einen Gast so groß wie beim englischen Team Aston Villa aus Birmingham : Der heimliche Liebling vieler Verantwortlicher im Oberdorfer Organisationsteam. Bereits zum fünften Mal in neun Jahren ist die Elf aus dem Villa-Park in Oberndorf. Neben dem Rekord bedeutet dies auch Kontinuität. Aston Villa ist beliebt, bietet guten Fußball und lockt zahlreiche Fans an, die die englische Spielweise lieben. Kein Wunder, dass Aston Villa nicht wenige die Daumen drücken, dass es diesesmal mit dem ersten Turniersieg klappt.
Das U19-Team für die anstehende Punkterunde hat Top-Qualität. Die Birminghamer gastieren als aktueller Champion der Premier Reserve League. Villa hat eine der erfolgreichsten Akademien in England. 1998 wurde das Ausbildungszentrum gegründet. 2002 wurde der prestigeträchtige FA-Jugendpokal gewonnen. Zwei Jahre später gab es 2004 eine Finalniederlage. In den letzten Jahren nahmen die Kicker von der Insel an mehreren Turnieren in Europa und Asien teil und schnitten erfolgreich ab. In Australien, Hongkong und Deutschland. Oberndorf wollen die Villa-Spieler nun endlich zum ersten Mal gewinnen.
Villa hat bis zu 15 Nationalspieler in seinem Kader, an diesen Wert kommt bei der Nominierung für das 16. Turnier lediglich Bahia mit neun brasilianischen Auswahlspielern und der FC Barca mit zehn Akteuren. Bei den Engländern tummeln sich unterdessen sieben verschiedene Nationen. Engländer, Iren, Waliser, Schweizer, Niederländer, Österreicher und ein Ungar. Dies bedeutet auch in der Nachwuchsförderung ein besonderes Augenmerk auf die Integration der jungen Kicker bei der Heranführung an das rauhe Profigeschäft, noch dazu in der besten Fußballliga der Welt.
Internationales Flair bekommt die Jugendabteilung dadurch, dass aus ganz Europa Spieler im Internat des Leistungszentrums sind. Unter anderem, weil Villa auch im Profibereich -- mangels amerikanischer Geldquellen oder Unterstützung aus der Öl- und Gasbranche -- auf die eigenen Talente. Dies wiederum sorgt für einen hohen Grad an Identifikation der Fans mit ihrem Team. Der Spieler-Mix ist bunt: Die drei österreichischen Talente Andreas Weinmann, Thomas Dau und Dominik Hofbauer versuchen sich ebenso wie der Schweizer Benjamin Siegrist. Deutsche Spieler in Birmingham sucht man derzeit vergeblich.
Die gab es jedoch in der Vergangenheit -- mit einer Teilnahme in Oberndorf. Thomas Hitzelsperger wurde dort ausgebildet, schaffte dann den Sprung in die Premier League und bekam nach kurzer Zeit wegen seines gefürchteten linken Fußes mit imenser Schusskraft den Spitznamen "The Hammer". Der heutige Leistungsträger des VfB Stuttgart wurde Nationalspieler und auf diesem Entwicklungsweg gastierte er einst im Neckarstadion auf Oberndorfer Boden. Und nicht nur er: Bekannteste englische Topspieler und heutige Akteure mit Nationalmannschaftserfahrung sind Stürmer Gabriel Agbonlahor, Garry Cahill, Luke Moore oder Craig Gardner.
In der Vereinstradition und Geschichte des Clubs ragt natürlich bei den Männern der legendäre Europapokalsieg 1982 in Rotterdam heraus: Damals besiegte Aston Villa im Landesmeister-Cup (Vorgänger der Champions-League) durch ein White-Tor den FC Bayern München mit 1:0 und schrieb Europapokal-Historie.
Beim Turnier 2009 ist Aston Villa einer der Geheimtipps, dem zugetraut wird, sich gegen die deutschen Top-Mannschaften und den FC Barcelona durchzubeißen.
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