|
Sportclub Freiburg mit einer vorbildlichen Nachwuchsförderung
Der deutsche Meister kommt nach Oberndorf. Wer dahinter allerdings den großen FC Bayern München bei den Männern erwartet, der wäre zunächst enttäuscht. Es handelt sich nämlich »nur« um den SC Freiburg.
Aber dies würde den Breisgauern nicht gerecht werden. Denn in Sachen Nachwuchsfußball macht ihnen so manch anderer Bundesligaverein seit einigen Jahren nichts mehr vor. Der Sportclub gastiert zum 14. Mal in Oberndorf und kommt erstmals als amtierener deutscher Champion an den Neckar.
Auf dieser Visitenkarte steht ein 2:0-Finalsieg beim VfL Wolfsburg, der den größten Erfolg der Freiburger Vereinsgeschichte ausdrückt. In der regulären Bundesliga Süd-Saison wurde der SCF Zweiter – ebenfalls beachtlich und überraschend. Stand das Team doch vor renommierten Teams wie Bayern München oder Eintracht Frankfurt.
Und belegt einmal mehr: Gute Jugendarbeit, die über Jahre konzeptionell strukturiert und immer wieder verbessert wurde trägt ihre Früchte. Die Freiburger Fußballschule, die Verzahnung der Profis mit der Reserve und den U19-Junioren – all dies funktioniert an der Dreisam auf professionelle Weise. Regionale Talente bis in den Kreis Rottweil oder aus dem Raum Villingen-Schwenningen bis hin zu ausländischen – meist afrikanischen – Talenten sorgen für eine fußballerisch abwechslungsreiche und anspruchsvolle Mischung. Erst dadurch wird der technisch schnelle Freiburger Fußball möglich.
Und wer ist einer großen Väter dieses Nachwuchskonzepts? Christian Streich, seit 13. Jahren A-Junioren-Trainer und Leiter der Fußballschule. Als Co-Trainer in der 2. Bundesliga bei Robin Dutt verkörpert er die Durchlässigkeit des internen Modells.
Für das Oberndorfer Turnier wird die Mannschaft von Streich ein anderes Gesicht haben, weil zahlreiche Akteure aus der A-Jugend entwachsen sind und zu den Profis, anderen Vereinen oder der eigenen neuen Regionalliga-Reserve in die vierte Liga aufgestiegen sind. Dennoch gibt es vier Nationalspieler zu sehen, zwei deutsche (Oliver Baumann und Tobias Höfler), ein schweizer (Hrvoje Bukovski) und ein österreichischer Junioren-Auswahlspieler (Stefan Hierländer).
|