Interview mit dem Trainer der Siegermannschaft

01.03.2015 von Frank Chudoba

Erst einmal Glückwunsch für den Gewinn des Titels und für die hervorragende Leistung von der ersten Minute an. 

Was macht die Ihre Mannschaft so stark?

Unsere Arbeit ist es die Fähigkeiten der brasilianischen Spieler zu bündeln, um kreativer zu sein, um die moderne Spielweise zu verstehen, um ihnen ein taktisches und kollektives Verhalten beizubringen. Die Brasilianische Nationalmannschaft zum Beispiel hat dieses Verhalten in letzter Zeit verloren. Unsere Idee ist diese moderne Spiel zu spielen.

Z. B. in der Seleção haben dieses Jahr alle im Schatten von Neymar gespielt und es hat nicht funktioniert, weil wir keine richtige Mannschaft gehabt haben. Und das ist die Herausforderung. Das ist unsere Hauptarbeit.

Welche Fähigkeiten muss ein Spieler mitbringen um bei Fluminese spielen zu können?

Die Philosophie von der Mannschaft und vom Verein ist so, dass wir versuchen Spieler zu nehmen die eine gute Technik haben, mental stark und auch sozial stark sind. Sie müssen viel arbeiten, eine gute Auffassungsgabe haben und sich gut konzentrieren können. Und sie müssen in einem Kollektiv spielen können und nicht nur individuell denken.

Jetzt befinden sich die Spieler ja in einem Alter, in dem der Übergang von Schule zum Berufsleben wichtig ist. Die Spieler müssen sich ja orientieren, welche Arbeit sie künftig nehmen und können sich nicht darauf verlassen, dass sie Fußballprofi werden. Werden sie dabei unterstützt?

In Brasilien ist es ein bisschen anders. Es gibt zwei verschiedene Kulturen. Es gibt in Deutschland ein System, dass alle Jungen in die Schule gehen müssen, Fußball spielen und Abitur machen usw. In Brasilien ist es anders. Die meisten Spieler kommen aus armen Familien und die wollen nicht studieren sondern einfach nur Fußball spielen. Sie träumen davonein Profi zu werden. Die Spieler, die bei Fluminese im Internat sind, die müssen in die Schule gehen. Fluminense matrikuliert sie in der Schule und kontrolliert auch, ob sie in die Schule gehen. Aber das ist nicht der Plan A von den Spielern. Sie wollen einfach Fußball spielen. Und bei den Spielern, die nicht im Internat sondern bei den Eltern leben müssen sich die Eltern selber kümmern, wie es in der Schule geht. 

Jetzt kurz zur Fußball WM. Nicht wegen dem Abschneiden der brasilianischen Mannschaft. Man hat Brasilien anfangs nichts zugetraut. Man wird die Stadien nicht fertig kriegen. Das Land ist zu unsicher um eine WM durchzuführen. Aber ganz Deutschland ist begeistert. Brasilien war ein ganz toller Gastgeber. Wie haben Sie die Fußball WM erlebt? Was haben Sie dabei gefühlt? Wie ist es bei Ihnen rüber gekommen? War es ein Erfolg?

Die Brasilianer haben die WM sehr gemocht. Sie war sehr gut außer dem 7:1. Die Stimmung war sehr gut. Vor der WM gab es viele Demonstrationen und wir haben soziale Probleme, Bildungsprobleme und das Volk wollte das verändern. Die Brasilianer lieben Fußball. Und daher war während der WM die Stimmung super und wir haben eine gute WM gemacht. Brasilien wollte jetzt der Welt zeigen, dass sie froh und frei sind.





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