Trainer

Trainerkarrieren

Stand 01.07.2014
11.07.2014 von Oliver Hauer

Nicht nur Spieler des U 19-Turnieres haben Karriere gemacht, auch manch eine Trainerlaufbahn ist mit dem Oberndorfer Turnier verbunden. Mehrere Trainer, die auf den Oberndorfer Bänken saßen, sind zwischenzeitlich zu erfolgreichen Profitrainern aufgestiegen. Einer -Paolo Bento, der 2005 mit Sporting Lissabon in Oberndorf zu Gast war- ist seit mehreren Jahren  Nationaltrainer Portugals und versucht dort unter anderem, aus Christiano Ronaldo einen noch perfekteren Fußballer zu machen. 

Einzelne der Trainer werden hier nochmals vorgestellt.



Christian Streich

11.07.2014 von Oliver Hauer

Über 15 Jahre war Christian Streich der Trainer der U 19 Mannschaft des SC Freiburg und dadurch auch eine feste Größe beim Oberndorfer U 19 Turnier. Er übernahm, nachdem man sich in Freiburg 2011 bei den Profis von dem Finke-Nachfolger Robin Dutt trennte, das Co-Traineramt unter Marcus Sorg. Als sich die Führung des SC Freiburg aufgrund der prekären sportlichen Situation nach der damaligen Hinrunde dazu entschloss, sich von Sorg zu trennen, stand Streich Gewehr bei Fuß und stieg zu Beginn des Jahres 2012 auf den Chefsessel. Die anschließend startende Erfolgsgeschichte der Breisgaubrasilianer ist sicherlich noch jedermann in Erinnerung. Streich führte die Mannschaft in der Rückrunde aus dem Abstiegsstrudel und in der folgenden Saison in die EuropaLeague. Seine Leistung fand damals auch dahingehend Anerkennung, dass er im Anschluss an die Saison zum Trainer des Jahres gekürt wurde. Auch in der jetzt abgelaufenen Saison, die lange Zeit unter den Abgängen von Leistungsträgern wie Max Kruse oder Daniel Caligiuri und der Doppelbelastung Bundesliga/EuropaLeague litt, gelang es Streich, die Mannschaft in der Rückrunde aus dem Abstiegskampf und bereits vor den letzten Spieltagen in sicheres Gewässer zu bringen. So können wir auch in der nächsten Saison im Breisgau Bundesligafußball sehen.  Streich hat es auch geschafft, mit Matthias Ginter, Christian Günter und Oliver Sorg, drei der vielen Talente aus der SC-Fußballschule, zu Nationalspielern zu machen. 

Nicht zu verachten sind aber auch die treuen Wegbegleiter von Streich aus den alten U 19 Zeiten. Seinen damaligen Co-Trainer Lars Vossler, der vorübergehend als Nachfolger von Streich die U 19 übernahm, nahm Streich zu sich in den Trainerstab der Profis auf und er ist eine elementare Stütze beim SC Freiburg. Ein weiterer früherer Co-Trainer Streichs, Clemens Hartenbach, sitzt zwischenzeitlich gar im Management der Breisgauer.



Jens Keller

12.07.2014 von Oliver Hauer

Jens Keller war 2009 Trainer beim bisher letzten Auftritt des VfB Stuttgart beim Oberndorfer Turnier. Er übernahm in der Folge unter Markus Babbel das Co-Traineramt bei den VfB Profis und stand dann als Cheftrainer parat, nachdem man sich aufgrund des fehlenden sportlichen Erfolges von Babbel trennte. Jedoch verlief dieses Engagement nicht unbedingt glücklich für ihn und auch er wurde nach nur kurzer Zeit wieder entlassen. Danach entschied er sich für einen Wechsel zu Schalke 04, wo er wieder im Jugendbereich (U17) Betätigung fand. Im Laufe der vorletzten Saison übernahm er dann als Nachfolger von Huub Stevens das Amt des Profitrainers und führte die Schalker Mannschaft auf den 4. Tabellenplatz und in die dann erfolgreich verlaufende ChampionsLeague-Qualifikation. In der letzten Bundesligasaison konnte mit dem dritten Platz sogar die direkte Qualifikation in die ChampionsLeague erreicht werden, was seine zwischenzeitlichen Kritiker im Schalker Umfeld verstummen ließ. Man kann gespannt sein, ob es Keller gelingen wird, mit seiner Mannschaft die beiden derzeit führenden deutschen Teams aus München und Dortmund unter Druck zu setzen. 



Thomas Tuchel

12.07.2014 von Oliver Hauer

Thomas Tuchel war in den Jahren 2005/2006 als Co-Trainer an der Seite von Hansi Kleitsch (der inzwischen im Scoutingbereich der TSG Hoffenheim tätig ist und zuvor über mehrere Jahre in gleicher Funktion für Bayern München unterwegs war) in Oberndorf. Er wechselte zum FSV Mainz 05, wo er die dortige U19-Mannschaft 2009 sensationell zum Deutschen Meistertitel führte. 2010 übernahm er die Profimannschaft der Mainzer, nachdem der als Nachfolger von Jürgen Klopp (nach dessen Weggang nach Dortmund) engagierte Joern Anderson gehen musste. Unter Tuchels Regie knüpften die Mainzer an die Erfolge unter Jürgen Klopp an und etablierten sich im Tabellenmittelfeld der Bundesliga. Sie schnupperten in den Folgejahren wiederholt auch an der EuropaLeague und in der abgelaufenen Saison klappte es dann, nach der bislang einzigen Qualifikation für diesen Wettbewerb 2005/2006, wieder. Für viele überraschend gab Tuchel zum Schluss der letzten Saison bekannt, dass er ein Pausenjahr einlegen werde und der Vertrag mit Mainz wurde aufgelöst. 

Immer wieder tauchte und taucht der Namen Tuchel in Zusammenhang mit Trainersesseln renommierter oder ambitionierter Vereine auf. Man kann wohl schon jetzt vorhersagen, dass er nicht von der Trainer-Bildfläche verschwinden wird, sondern dass wir ihn alsbald wieder an der Seitenlinie agieren sehen. Möglicherweise wird er sogar Co-Trainer der Deutschen Fußballnationalmannschaft, wo Jogi Löw und die Führungsriege des DFB derzeit einen Nachfolger für den im Herbst ausscheidenden Hansi Flick suchen. Hier scheint Tuchel gute Karten zu haben.



Sascha Lewandowski

12.07.2014 von Oliver Hauer

Lewandowski war in den Jahren 2009 – 2011 als Trainer der U 19 von Bayer Leverkusen in Oberndorf. Nach der Entlassung von Robin Dutt als Chefcoach der Profis Anfang 2012 übernahm er zusammen mit dem ehemaligen Bayerspieler Sami Hyypiä die Mannschaft und gemeinsam führten sie das Team während der eineinhalb Jahren Zusammenarbeit zwei mal nach Europa (2012/2013 EuropaLeague, 2013/2014 ChampionsLeague). Nachdem er sich dann wieder entschloss, das Profifeld alleinig Sami Hyypiä zu überlassen, kümmerte er sich zunächst, nunmehr als Hauptverantwortlicher, wieder um den Leverkusener Fußballnachwuchs.  Im Frühjahr, als die Erfolge der Werskelf-Profis ausblieben und man in Leverkusen die schon sicher geglaubte Qualifikation für die ChampionsLeage in Gefahr sah, trennte man sich von Hyypiä und Lewandowski übernahm die Profis für die letzten anstehenden Bundesligaspiele. Er erreichte mit dem vierten Platz letztendlich die Qualifikation für die europäische Königsklasse. Seine Mission war damit erfüllt und er übergab die Mannschaft an den neu engagierten Trainer Roger Schmitt. Lewandowski selber trat sein Amt als Nachwuchs-Cheftrainer wieder an und ist in dieser Funktion vielleicht auch beim Turnier dabei, um seine Jungs bei einem der ersten Turniere unter dem neuen Trainer Peter Hyballa zu beobachten.  Lewandowski selber hatte, nachdem er kurz vor Ablauf der vergangenen Runde kurzzeitig die Profis der Werkself trainierte, den zu diesem Zeitpunkt engagementlosen Hyballa als Co-Trainer mit ins Boot genommen und konnte ihn nachfolgend für das zur Disposition stehenden U 19 Traineramt gewinnen. 

Peter Hyballa ist den Oberndorfer Zuschauern sicherlich noch aus dem Jahre 2008 ein Begriff, als er seinerzeit als Trainer mit der U 19 von Borussia Dortmund hier war. Er blieb insbesondere auch deshalb in humorvoller Erinnerung, da er sich am VIP-Abend mit seiner nicht ganz ernst zu nehmenden Beschwerde an die Veranstalter richtete, dass der VIP-Bändel, den er über das Turnier tragen müsse, königsblau und somit „Farbe des Erzkonkurrenten aus Schalke“ sei. Mal sehen, vielleicht ist der VIP-Bändel in diesem Jahr ja in den Leverkusener Farben.    

Nach seinem erfolgreichen Engagement bei der U 19 der Dortmunder Borussen stieg Hyballa seinerzeit in den Profibereich auf und trainierte die Traditionsklubs von Rot Weiß Essen und anschließend der Alemannia aus Aachen. Er folgte zum Jahreswechsel 2011/2012 einem Ruf aus Österreich und kümmerte sich zunächst für ein halbes Jahr um die Jugend- und Nachwuchsbelange bei den ambitionierten Roten Bullen aus Salzburg, um anschließend das Cheftraineramt bei der Profimannschaft des österreichischen Erstligisten Sturm Graz zu übernehmen. Dieses Engagement endete kurz vor Ablauf der Saison,  wonach er wieder auf dem freien Trainermarkt war, Sascha Lewandowski wie oben erwähnt im Frühjahr dieses Jahres zuschlug und ihn zu sich rief.



Michael Skibbe

12.07.2014 von Oliver Hauer

Michael Skibbe war Trainer beim ersten Auftritt der Dortmunder Borussen auf dem Oberndorfer Rasen im Jahre 1996. Zwischenzeitlich hat er eine bewegte Trainerkarriere hinter sich. Zunächst stieg er 1998 zum Profitrainer beim BvB auf und war in dieser Funktion für knapp 2 Jahre tätig. Dann rief der DFB und Skibbe zeigte sich ab 2000 zusammen mit Rudi Völler für die Geschicke der Deutschen Nationalmannschaft verantwortlich. Nach dem Portugal Desaster bei der Europameisterschaft 2004 traten Völler und er gemeinsam vom Amt zurück. Skibbe blieb er dem DFB vorübergehend treu und übernahm den Posten des Jugendkoordinators, wobei er parallel dazu diverse Jugendauswahlmannschaften coachte. 2005 folgte er dann dem Ruf Bayer Leverkusens, wo er für einige Jahre als Trainer der Profis tätig war. Nach seiner Entlassung im Jahre 2008 folgten kürzere Amtszeiten bei diversen türkischen Erstligisten (u.a. Galatasaray Istanbul) sowie bei Hertha BSC Berlin und Eintracht Frankfurt. Seit Beginn der vergangenen Runde ist er Trainer beim Schweizer Traditionsclub Grasshoppers Zürich. In seiner ersten Saison gelangte ihm mit dem Erreichen des zweiten Platzes hinter dem FC Basel gleich das Erreichen der Qualifikationsrunde zur ChampionsLeague. 



Marco Pezzaiuoli

12.07.2014 von Oliver Hauer

Pezzaiuoli galt in den 90er Jahren als eines der größten Trainertalente in Deutschland. Den Durchbruch hat der sympathische Halbitaliener aber irgendwie nicht geschafft. Er durchlief zunächst verschiedene Positionen beim KSC (Jugendtrainer -mit der U 19 1999 in Oberndorf zu Gast-, Jugendkoordinator, Co-Trainer/Interimstrainer Profimannschaft). 2003 bis 2006 hatte er an der Seite von Bum Kum Cha -die älteren Zuschauer werden diesen noch aus den 80er Jahren als Spieler von Eintracht Frankfurt und Bayer Leverkusen kennen- erfolgreiche Trainerjahre in Südkorea, ehe es ihn dann wieder nach Deutschland zog. Er galt 2006, nach dem Rücktritt von Jürgen Klinsmann als heißer Kandidat des Assistenten von Jogi Löw bei der Deutschen Nationalmannschaft, jedoch entschied man sich an seiner Stelle für Hansi Flick. Pezzaiuoli coachte dann verschiedene DFB-Nachwuchsteams. Als größten Erfolg konnte er 2009 die U 17 Europameisterschaft (u.a. mit Marc Andre Ter Stegen, Shkodran Mustafi und Mario Götze) feiern. Den erfolgreichen Jahren beim DFB folgte dann ein eher dürftiges Engagement bei der TSG Hoffenheim, wo er zunächst als Co-Trainer von Ralf Rangnick und später vorübergehend auch das Cheftraineramt übernahm. Nachdem sein Engagement im Sommer 2011 dort beendet war wurde es um ihn vorübergehend still. Seit wenigen Wochen ist er jedoch wieder beim japanischen Erstligisten Cerezo Osaka in Amt und Würden. 



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